Agility – Ein Hundesport der begeistert

 

Beim Agility handelt es sich um die wohl am meisten verbreitete Hundesportart. Ursprünglich stammt dieser Sport aus England.

Die Aufgabe des Mensch-Hund-Teams beim Agility ist die, möglichst fehlerfreie, Bewältigung eines Parcours aus bis zu 20 verschiedenen Hindernissen. Die Hindernisse sind in der Regel durchnummeriert und genau in der vorgegebenen Reihenfolge abzulaufen. Wird ein Hindernis ausgelassen oder falsch angelaufen, ist dies ein Fehler und führt im Turnier zur Disqualifikation des Teams.

Im Turniersport muss der, vom jeweiligen Leistungsrichter des Turniers, individuell gestellte Parcours zusätzlich in einer vorgegebenen Zeit abgelaufen werden.

 

Man unterscheidet beim Agility zwei unterschiedliche Arten von Parcouren:

 

-A-Lauf“: Bei dieser Art von Parcours können alle verfügbaren Hindernisse eingebaut werden. Also Hürden, Tunnel, der Slalom und die Kontaktzonengeräte.  Diese sind die Wippe, die A-Wand und der Steg.

-„Jumping“: Beim Jumping  kommen nur Sprunghürden, Tunnel, Weitsprünge und der Slalom zum Einsatz. Die Kontaktzonengeräte werden hier nicht verwendet.

 

Im Turnier wird Agility in verschiedene Leistungsklassen unterteilt. Entscheidend für die Einteilung in eine Klasse ist die Größe des Hundes. In Deutschland gibt es die Klassen Small, Medium und Large. Die Höhe der Hindernisse wird entsprechend der jeweiligen Leistungsklasse angepasst.

 

Der Mensch leitet seinen Hund im Agility ausschließlich durch seine Stimme und seine Körpersprache. Der Hund wird also nicht berührt und absolviert den Parcours in der Regel ohne Halsband und Leine. Verschiedene Führungstechniken und Wechsel bieten dem Hundeführer die Möglichkeit seinen eigenen Weg zu verkürzen. Dem Hund ist es durch diese Optionen möglich, den Parcours schneller absolvieren zu können.

Der Mensch sollte seinen Hund möglichst immer im Blick haben. Egal ob der Hund auf gleicher Höhe mit ihm läuft, der Mensch den Hund vorausschickt oder ob der Hund hinter dem Menschen zurückbleibt. Nur so kann die Kommunikation im Lauf erhalten bleiben.

Eine Turnierteilnahme ist mit einer bestandenen Begleithundeprüfung und ab einem Hundealter von 18 Monaten möglich.

 

Alles in Allem erfordert Agility eine genaue Zusammenarbeit der Mensch/Hund-Teams. Dennoch sollte bei der ganzen Konzentration und Genauigkeit niemals der Spaß außer Acht gelassen werden.

 

Und so wie der Spaß beim Agility im Vordergrund stehen sollte, so sollte man auch sein Training an die besonderen Gegebenheiten eines Corgis anpassen.

Teilweise ist die Belastung auf die Gelenke und den Rücken des Hundes durch die Sprünge und die Arbeit an den Kontaktzonengeräten enorm. Gerade der besondere Körperbau der Corgis, der lange Rücken und das recht langsame Wachstum, birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Man hat verschiedene Möglichkeiten sein Training möglichst gelenkschonend zu gestalten. So kann man zum Beispiel erst spät, nicht vor dem 18. Lebensmonat, mit den Sprüngen beginnen, den Slalom in Maßen trainieren und auf extrem enge Wendungen verzichten.

Zusätzlich sollte man bei regelmäßigem Training und Turnierteilnahme gelegentlich eine physiotherapeutische Betreuung in Anspruch nehmen. Hunde, die erfolgreich im Turniersport geführt werden sind Leistungssportler, die eine gewisse Kondition und Konstitution benötigen um den Anforderungen dieses Sports gewachsen zu sein. Dies sollte man immer im Hinterkopf haben.

 

Und vergesst nie eines der wichtigsten Mottos vieler Agility-Läufer:

„Agility is fun :-) !“ 

 

Autorin: Mandy Korndörfer, März 2014

Hazel und Froop beim Training

Sam und Sonic beim Agility (Fotos: Meta Feenstra)

Hündin Emmely im Agility Parcours (Fotos: Sascha Bonde-Henriksen)